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K - Karies
Karies ist die am stärksten verbreitete Infektionskrankheit
des Menschen. Karies entsteht durch schmelzauflösende
Säuren, die Bakterien aus den Kohlehydraten (Zucker)
der Nahrung produzieren. Diese Säuren entkalken den Zahnschmelz
und in der Folge das Dentin mit den bekannten Konsequenzen.
K - Kiefergelenksbeschwerden
Synonyme: Craniomandibuläre Dysfunktion, Temporomandibuläres
Schmerzsyndrom, Myofaciales dysfunktionelles Schmerzsyndrom
Die häufigste Ursache für Kiefergelenkschmerzen
ist eine sogenannte Malokklusion, das heißt die oberen
Zähne passen nur fehlerhaft mit den unteren Zähnen
zusammen. Dies führt dazu, dass die Zähne die Kau-
bzw. Gesichtsmuskulatur und das damit in engem Zusammenhang
stehende Kiefergelenk in eine verspannte, unnatürliche
Position zwingen bei jedem Zubeissen, was alleine
beim Schlucken mehr als tausendfach am Tag erfolgt.
Da der Kopf praktisch auf der Wirbelsäule balanciert,
beeinflussen Beschwerden der Kau- bzw. Gesichtsmuskulatur
auch die Nacken- und Rückenmuskulatur und umgekehrt.
Somit können sich weitere Ursachen für weiterführende
Beschwerden wie Beckenschiefstand, Halswirbelsäulensyndrom,
Nackenverspannungen etc. erklären.
Als Therapie der Wahl ist in den meisten Fällen nach
vorhergehender Funktionsanalyse die Eingliederung einer Aufbiss-Schiene
anzusehen. Diese gleicht die Diskrepanz zwischen dem fehlerhaften
und einem im Rahmen Ihrer Therapie ermittelten idealen Biss
aus. Nach ausreichender Besserung der Beschwerden und eventueller
Begleittherapie durch Osteopathen, Krankengymnasten oder ähnliches
ist nach etwa sechs Monaten eine Umsetzung der neuen Schienen-Bisslage
auf das Kausystem anzustreben.
Symptome für Kiefergelenkbeschwerden
* Knacken oder Knirschen im Kiefergelenk
* Schmerzen im und um das Kiefergelenk
* Ohrgeräusche und Ohrschmerzen
* Nacken-, Schulter- oder Rückenschmerzen
* Eingeschränkte Unterkieferbeweglichkeit oder Mundöffnung
* Kopf- bzw. Gesichtsschmerz
* Verspannte Gesichtsmuskulatur
* nächtliches und /oder dauerndes Knirschen mit den Zähnen
* Schwindel
L - Leukoplakie
Die Leukoplakie ist (gemäss Definition der WHO) ein weisser,
nicht abwischbarer Fleck an der Mundschleimhaut, der keiner
anderen Krankheit zugeordnet werden kann. Sie stellt eine
Präkanzerose, das heißt eine Vorstufe des Mundschleimhautkrebses
dar. Dies bedeutet, dass eine Gewebsveränderung vorliegt,
die, ohne selbst schon Krebs zu sein die Wahrscheinlichkeit
und Neigung erkennen lässt, Krebs zu werden. Sie findet
sich häufig bei starken Rauchern im Wangen- bzw. inneren
Mundwinkelbereich.
Beim Feststellen von weisslichen Veränderungen der Munschschleimhaut
sollten Sie unverzüglich unsere Praxis konsultieren zur
weiteren Abklärung und Absicherung.
N - Nachblutung
Sollte nach Zahnentfernungen oder operativen Eingriffen im
Mund-, Kieferbereich eine Nachblutung auftreten, so legen
Sie eine Mullbinde, falls nicht zur Hand ein frisches Stofftaschentuch
auf die
Wunde und beissen Sie so zu, dass der Stoff auf die Wunde
gedrückt wird. Sie sollten sich dabei nicht hinlegen,
sondern sitzen und zusätzlich noch von außen kühlen.
Auf keinem Fall spülen oder häufig ausspucken! Sollte
die Blutung nach ein bis zwei Stunden nicht zum Stillstand
kommen, setzen Sie
sich bitte mit der Praxis oder – ausserhalb der Sprechzeiten
– mit dem zahnärztlichen Notdienst in Verbindung.
Vorbeugend vermeiden Sie eine Nachblutung, indem Sie nach
dem Eingriff keinen Kaffee, schwarzen Tee oder Alkohol trinken,
nicht rauchen und die Wunde nicht manuell irritieren (bitte
nicht direkt an der Wunde mit der Zahnbürste putzen,
spülen reicht). Bedenken Sie bitte auch, dass Schmerzmittel
wie Aspirin eine blutgerinnungshemmende Wirkung haben und
daher auch zu einer Nachblutung beitragen können.
O - Operation
Verhalten nach operativen Eingriffen im Bereich der
Mundhöhle:
Blutungsgefahr
Keine körperlichen Anstrengungen (Nachblutungsgefahr),
nicht bücken, nicht heben.
Zahnpflege
Zahnpflege weiterhin sorgfältig betreiebn. Den unmittelbaren
Wundbereich mit den Nähten nicht beführen (Gefahr
der Eröffnung und Infektion).
Spülen
Bitte nicht zu häufig spülen – nie an der
Wunde saugen! Spülen Sie bitte zunächst nur nach
dem Essen und dem Zähneputzen mit ein, zwei Schluck frischen,
sauberen Wassers, auf Wunsch mit Salz- oder Kamillenlösungszusatz.
Schwellung
Um die Schwellungen zu vermeiden, kühlen Sie das Wundgebiet
nach der Operation 3 bis 4 Stunden lang. Nach 20 Minuten Kälteeinwirkung
10 Minuten aussetzen, dann erneut Kälte zuführen.
Legen Sie am besten im Wundbereich ein Kühlkissen auf
die Wange; ebenso gut sind zerstoßene Eiswürfel,
in einen Plastikbeutel gefüllt oder in eine Wärmflasche.
Zwischen Kühlkissen und Wange ein feuchtes Tuch legen.
Dieses Vorgehen können Sie notfalls noch 1 bis 2mal an
den folgenden zwei Tagen nach der Operation wiederholen. In
keinem Fall innerhalb der ersten 48 Stunden Wärme anwenden!
Nachblutung (siehe auch unter Nachblutung direkt)
Sollte wider Erwarten eine Nachblutung auftreten, so legen
Sie eine Mullbinde, notfalls ein frisches Stofftaschentuch
auf die Wunde und beißen so zu, dass der Stoff auf die
Wunde gedruckt wird. Sie sollten sich nicht hinlegen, sondern
sitzen. Wenn die Blutung nach ein bis zwei Stunden nicht zum
Stehen gekommen ist, setzen Sie sich mit der Praxis bzw. dem
aus der Tageszeitung ersichtlichen Notfall oder Sonntagsdienst
in Verbindung. In keinem Falle spülen oder ausspucken!
Schmerzen
Schmerzen im Wundgebiet nach dem Abklingen der Spritzenwirkung
sind normal. Sie können notfalls Schmerztabletten einnehmen.
Treten allerdings starke Schmerzen erst nach ein bis drei
Tagen auf, so müssen Sie sich sofort zur Nachbehandlung
melden.
Kontrolltermin
Kommen sie zum Kontrolltermin. Die Nachsorge ist notwendig.
Autofahren
Bitte nach dem operativen Eingriff nicht selbst mit dem Fahrzeug
nach Hause fahren. Bedenken Sie, dass Ihre Fahrtüchtigkeit
auch in den nächsten Tagen herabgesetzt sein kann, insbesondere
wenn Sie zusätzliche Medikamente eingenommen haben.
Tupfer
Wurde ein Tupfer auf die frische Wunde gelegt, müssen
Sie ihn durch Aufbeißen festhalten und nach einer Stunde
ausspucken.
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