A - Amalgam
Der zahnärztliche Füllungswerkstoff Amalgam ist eine Legierung aus Quecksilber mit einem
oder mehreren Metallen. Das Verhältnis beträgt je nach Produkt und Hersteller ca. 1:1. Die Zusammensetzung des Metallpulvers kann aus Silber, Zinn, Kupfer und Zink, vermischt mit Quecksilber bestehen. Weitere Bestandteile können Zirkonium, Palladium, und Indium sein.
Der Name leitet sich vom griechischen Wort malagma=mischen ab.

Als Füllmaterial wurde Amalgam erstmals in London 1825 verwendet, und erfreute sich lange
Zeit großer Beliebtheit aufgrund der einfachen Anwendung und der genügenden Stabilität.

Heute dürfen Amalgamfüllungen nur dann eingesetzt werden, wenn andere plastische Fülungsmaterialien nicht indiziert sind. Anwendungsbeschränkungen aus vorbeugendem Gesundheitsschutz betreffen Patienten mit Nierenfunktionsstörungen und Kinder bis zum 6. Lebensjahr. Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes soll die Zahl der Amalgamfüllungen so gering wie möglich gehalten werden, da jede Amagamfüllung zur Quecksilberbelastung des Menschen beiträgt. Ebenso sollte eine Amalgamanwendung in der Schwangerschaft unterbleiben
weil die toxischen Anteile des Quecksilbers den Fötus schädigen können.

Aus den oben genannten Gründen und dem ästhetischen Anspruch unserer Zeit verwenden
wir in unserer Praxis kein Amalgam, beraten sie selbstverständlich gerne über mögliche Füllungsalternativen.